Fachtagung

"Sexualpädagogik und sexuelle Bildung im Fokus"

Die 8. Fachtagung der Plattform Prävention in der Pädagogischen Hochschule Kärnten / Viktor Frankl Hochschule, Standort Hubertusstraße stand unter dem Leitthema „Früh stärken, langfristig schützen – psychische Gesundheit im Fokus“ und widmete sich der Frage, wie psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen nachhaltig gestärkt, geschützt und gemeinsam gefördert werden kann. Primäre Zielgruppe waren Fachkräfte aus dem schulischen und außerschulischen Bereich,

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Kindern aus suchtbelasteten Familien. Dipl.-Psychologin Stefanie Gruber zeigte eindrucksvoll, dass jedes zehnte Kind in Österreich von elterlichem Alkoholismus betroffen ist und jedes zweite im Laufe der Kindheit mit einem alkoholmissbrauchenden Elternteil oder nahen Angehörigen konfrontiert wird. Sie erläuterte die kurz- und langfristigen psychischen sowie sozialen Auswirkungen und präsentierte wirkungsvolle Ansätze, wie Resilienz gestärkt und Entwicklungschancen verbessert werden können.

Ein weiterer Vortrag widmete sich dem Thema Selbstdiagnosen auf TikTok und anderen sozialen Medien. Klinische Psychologin Dr.in Marion Mitsche beleuchtete Chancen und Risiken der digitalen Selbstaufklärung: Während Jugendliche über soziale Medien erstmals Worte für ihr Erleben finden, birgt die fehlende fachliche Einordnung die Gefahr von Fehlinformation und Selbststigmatisierung.
Abgerundet wurde die Fachtagung durch den Beitrag von Christina Zehetner, die praxisnah vermittelte, wie Fachkräfte ihre eigene Resilienz im herausfordernden Berufsalltag stärken können, um sowohl für andere als auch für sich selbst gesund handlungsfähig zu bleiben.


Die Ziele dieser Fachtagung waren:

  • Die Bedeutung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hervorzuheben und aktuelle Entwicklungen sichtbar zu machen.
  • Wissen und Handlungskompetenz zu vermitteln, um Fachkräfte und Bezugspersonen in ihrer präventiven Arbeit zu stärken.
  • Schutzfaktoren und Resilienzförderung als zentrale Elemente der Gesundheitsprävention zu betonen und praxisnah aufzuzeigen.
  • Den fachlichen Austausch zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen zu fördern und gemeinsame Lösungsansätze zu unterstützen.
  • Vernetzung und Kooperation zu ermöglichen, um Prävention nachhaltig und multiprofessionell weiterzuentwickeln.


Wie jedes Jahr bot der beliebte Marktplatz Raum für Vernetzung: Fachkräfte aus dem schulischen und außerschulischen Bereich konnten Angebote zahlreicher Netzwerkpartner:innen kennenlernen und neue Kooperationen knüpfen.

 

Zahlreiche Netzwerkpartner:innen waren auch heuer wieder vertreten: